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Aminosäurekomplex: Das Steak in konzentrierter Form

Im Training kommt es immer wieder zu Phasen, in denen sich nichts tut. Trotz schweren Gewichten, längeren Sessions und gesteigerter Intensität zeichnen sich die Bemühungen nur bedingt auf deinem Körper ab. Grund für dieses Phänomen kann ein Mangel an Aminosäuren sein. Den Eiweißbausteinen kommt nämlich eine entscheidende Rolle bei der Regeneration zu, weswegen sie deinen Trainingsfortschritt maßgeblich beeinflussen können. 

Wenn du deine Muskeln stählen möchtest, kommst du um die Einnahme der Nahrungsergänzung meist nicht herum. Was sich hinter dem Begriff Aminosäurekomplex versteckt und welche Eiweißbausteine essenziell für dein Training sind, erklären wir dir im folgenden Artikel.

Aminosäuren – klein aber oho!

Aminosäuren sind die Grundlage der Proteine und tragen somit maßgeblich zur Bildung von Gewebe, Muskeln, Haaren, Nägeln und Haut bei. Darüber hinaus fungieren sie als Hormone und stellen die Vorstufe von Enzymen und Neurotransmittern dar. In dieser Funktion beeinflussen sie die Stoffwechselvorgänge in deinem Körper und sind an der Herstellung von mehr als 50.000 verschiedenen Eiweißstoffen beteiligt. 

Die Klassifizierung der Aminosäuren

Aminosäuren werden eingeteilt in:

  • essenziell
  • semi-essenziell
  • nicht essenziell

Diese Unterscheidung erklärt sich durch den Herstellungsprozess. Denn dein Körper ist in der Lage, semi-essenzielle und nicht essenzielle Aminosäuren zu produzieren. Die essenziellen Aminosäuren müssen durch die Nahrung aufgenommen werden. Dazu gehören:

  • Isoleucin
  • Leucin
  • Lysin
  • Methionin
  • Phenylalanin
  • Threonin
  • Tryptophan
  • Valin

Der Aminosäurekomplex 

Der Aminosäurekomplex steht nun für eine Kombination verschiedener Aminosäuren, da die Hersteller gerne die volle Wirkungskraft der verschiedenen Aminosäuren nutzen möchten. Im Internet lassen sich Artikel zu Aminosäurenkomplexe im Vergleich finden, die Aufschluss über passende Supplements geben können. 

Bärenstark mithilfe des richtigen Supplements

Da Aminosäuren zur Regeneration und Bildung von Muskeln beitragen, musst du deinen Körper regelmäßig mit den Proteinbausteinen versorgen. Folgende Supplements bieten sich an, um dein Training effektiver zu gestalten:

BCAA

Hinter dem Kürzel verbirgt sich der englische Begriff Branched Chain Amino Acids. Das Supplement ist eine Mischung aus den essenziellen Aminosäuren Leucin, Isoleucin und Valin. Nach dem Training eingenommen, wirkt diese Kombination wahre Wunder für den Erhalt der Muskelmasse und dem Aufbau neuer Strukturen. Ein weiterer positiver Effekt ist die Fettverbrennung. 

L-Glutamin

L-Glutamin kommt in rauen Mengen im Körper vor. Du solltest die Supplementierung nur in Erwägung ziehen, wenn du intensiv Sport betreibst. Beim Training leeren wir die Glykogenspeicher, um genügend Energie für die Anstrengung aufwenden zu können. L-Glutamin kann die erschöpften Reserven schneller auffüllen und dein Trainingstief verkürzen.

L-Arginin

Zu den semi-essenziellen Aminosäuren gehört L-Argin. Bei hoher Belastung steigt dein Bedarf, weswegen sich die Einnahme eines Supplements anbietet. L-Argin dient in erster Linie dazu, die Blutzirkulation zu verbessern. Infolgedessen werden die Muskeln mit zusätzlichen Nährstoffen und Sauerstoff versorgt und deine Ausdauer erhöht sich. 

Citrullin-Malat

Die Verbindung der Aminosäure Citrullin und dem organischen Salz Malat hilft dabei, Milchsäure und Ammoniak abzubauen, die bei intensiver Belastung entstehen. 

Kreatin

Besonders Bodybuilder greifen gerne auf Kreatin zurück, um die Regeneration und Leistungssteigerung der Muskeln voranzutreiben. Da Kreatin bekannt dafür ist, Wassereinlagerungen zu begünstigen, kann es sein, dass du bei regelmäßigem Konsum an Gewicht zunimmst. 

Taurin

Taurin ist ein körpereigener Stoff. Dennoch kann sich eine Supplementierung anbieten, wenn du unter Erschöpfungszuständen beim Training leidest. Bereits geringe Mengen erhöhen das Schlagvolumen des Herzens und steigern deine Regenerationsfähigkeit. 

Aminosäureanalyse für den einwandfreien Einsatz

Möchtest du deinen Trainingserfolg beschleunigen, kann sich die Einnahme von Aminosäuren lohnen. Doch Vorsicht! Kennst du dich mit der Dosierung nicht aus, kann schnell das Gegenteil der Fall sein. Eine unsachgemäße Einnahme kann sogar körperliche Schäden hervorrufen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen. Du solltest demnach eine Aminosäureanalyse durchführen, um deinen täglichen Bedarf zu ermitteln. Weiterhin kann Fortschritt nur durch das richtige Verhältnis von Sport und Ernährung erreicht werden.